25. Mai 09

Qualitäts-Kochbücher auf Küchengötter.de selber machen!

Seit ein paar Tagen kann man mehrere Kochbücher an- und in ihnen Rezepte ablegen. Man kann sich also ein "Best of Nudel" Kochbuch machen und dort entweder eines von über 10.000 vorhandenen Rezepten einfügen oder seine eigenen erfassen. Individuelle Notizen erlauben sich nach den ersten Erfahrungen noch Tipps und Tricks aufzuschreiben usw.

Man kann aber auch ein Kochbuch anlegen, um jemandem eine Freude zu machen. Es ist möglich individuell gestaltbare, hochwertige Kochbücher drucken zu lassen (kostenpflichtig). Wie bei G|U üblich in perfekter Gestaltung und mit den kleinen Extras: Notizen ergänzen oder personalisieren die Rezepte, das Coverbild kann individuell raufgeladen werden usw.

Damit ist küchengötter.de der Qualitätsführer in Sachen Rezepten im Netz und setzt sich weiter vom Wettbewerb ab.

Zeitung Online 2009

Der erste gute Vortrag war von Andréa Mallard/IDEO: Erfrischend, klar, präzise, so wie es die Amerikaner fast immer tun. Manchmal glaube ich, dass man diese Präsentationstechnik in den USA schon mit der Muttermilch aufsaugt, so perfekt scheint es. Und die Inhalte stimmen: Fail fast, Fail often, Fail cheaply. Sie bezieht das nicht nur auf das Netz. Sondern auf alles. EIn Amerikaner darf das ja auch, aber wir hier? Die IDEO Methode, will sie auf Nachfrage zusenden, als Buch, was lustig ist, wenn man bedenkt, dass Bücher aus einem anderen Jahrhundert zu kommen scheinen, auf einer Konferenz in der endlich klar werden soll, wie man als Verleger mit diesem Internet Geld verdient.

Dann die Statistiken von Herrn Büffel. Unaufgeregt präsentiert, aber sehr informativ. Die Anzahl der Top 100 Tageszeitungsverlage nutzen in 2009 weniger Foren und Chats dafür aber mit 48% Twitter. @Saschalobo sagt es ja schon lange voraus: Twitter ist das nächste große Ding. Aber höchst wahrscheinlich auch wieder ohne ROI für den Verleger. Sehr gut: Die Nähe der Medien zum Menschen: Während das Radio noch Meter entfernt stand, rückte das Fernsehen näher an die Nutzer und mit dem Laptop und iPhone sind die Medien nun fast ein Teil des Körpers.

Ein erwähnenswerter Vortrag handelt von Benchmarking. Was sich zunächst nach einer dieser Unternehmensberater Präsentationen anhört, entpuppt sich als ein klares, aber nicht überraschendes Ergebnis mit dem man was anfangen kann: Der größte Erfolgsfaktor für einen anständigen, durchschnittlichen TKP (Geld für 1000 Kontakte einer Anzeige) ist für Zeitungsverlage die filigran austarierte Balance zwischen Eigen- und Fremdvermarktung. Daneben sind die demographischen Daten der Nutzer wichtig, also Haushaltseinkommen, Bildung usw.

Von Springer konnte man in Sachen abendblatt.de hören, dass alles gut läuft, man auf einem guten Weg ist und mit vielen Aktivitäten den Erfolg noch steigern will. Professionell vorgetragen, überzeugend und - leider sicherlich keine Blaupause für die mittleren Verlage und deren Herausforderungen.

Dumont ist mobil. Mit über einer Million PI und zahlreichen Portalen, scheint Dumont ein Vorreiter in Sachen mobiles Internet zu sein. Überhaupt: mobile Telefone, wie das iPhone oder G1 sah man in vielen Präsentationen. Es ist immer wieder verwunderlich, dass erst Apple kommen musste, um in einer Milliarden-Industrie ein Produkt zu schaffen, mit dem auf einmal alle das mobile Web verbinden.

Einer der besten Vorträge, wenn nicht der Beste war aus der Schweiz. "Für alle, die die Schweiz nicht kennen, sie liegt direkt neben Burkina Faso..." mit diesen Worten startete der Verleger der 3. Generation seine beeindruckende Rede: Während die meisten Tageszeitungen noch große Schwierigkeiten mit "Local First" haben, und damit ihre Zeitungsmarke im Web verwässern, lernen wir aus der Schweiz, dass "Only Local" eine erfolgreiche Devise ist - und das nicht nur für das Web, sondern auch im Print. Zentrale Plattform für alles ist Online. Elf Redakteure arbeiten nicht medienneutral, sondern online first und suchen dann zwei Mal in der Woche aus, was "physikalisiert" werden muss - für die Kunden, die lieber was in der Hand halten. Mit einer Auflage von ca. 20.000 im "Mikrokosmos Jungfrau", einer Gegend mit nicht mehr als 45.000 Einwohnern wird die perfekte Tageszeitung produziert: lokal, relevant, einzigartig. Keine Whitelabellösungen für dieses und jenes, sondern eine Marke mit unverwechselbarem Content. Hut ab!

26. März 09

Das erste Kochbuch fuer das iPhone/iPod Touch von artundweise

Update: Mittlerweile sind schon über 5000 Apps über den Ladentisch gegangen....

Update: Nach einer Woche schon deutlich mehr als 1000 Downloads und wir sind auf Platz 20 der am meisten verkauften Applikation:

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Endlich ist es soweit: Wir haben unsere erste iPhone im App Store: Das erste Kochbuch für das iPhone und den iPod Touch.

Die Idee ist, dass Nutzer die Zutatenliste Ihrer Lieblingsrezepte immer dabei haben - auf dem Markt, im Supermarkt oder im Urlaub. Egal ob iPhone oder iPod Touch, die Daten werden einmal synchronisiert und sind danach immer verfügbar - auch wenn man im Supermarkt kein Netz hat.

Der Nutzer bekommt für die 2,39 € die 50 besten Rezepte aus der Reihe "Basis Cooking" und die Möglichkeit sich aus 20.000 Rezepten seine Lieblinge zusammen zu stellen: dazu muss man einfach auf http://www.kuechengoetter.de ein Konto machen und sich die Rezepte aussuchen. Danach kann man die Auswahl mit dem iPhone abrufen. Doch auch die Kochbücher anderer Mitglieder der Community können mit dem iPhone synchronisiert werden.

Einfach mal ausprobieren ...


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18. März 09

TED

Die meisten werden TED kennen, aber für alle die es nicht kennen, sei hier noch einmal darauf hingewiesen, dass man auf ted.com einer gigantische Menge an guten Vorträgen beiwohnen kann.

Ein sehr gutes Beispiel ist sicherlich dieser Vortrag:

http://www.ted.com/index.php/talks/benjamin_zander_on_music_and_passion.html

11. Februar 09

Warum Facebook das neue Google ist

Seit einem Jahr kann man sehen, was das "Web 2.0" hervorbringen wird: Facebbook. Während Google (natürlich auch Amazon und eBay) als Ergebnis des ersten Web Hypes die wichtigste Firma der Welt geworden ist, wird Facebook diesen Status in den nächsten Jahren erreichen. Es ist die einzige Plattform, die ein nachvollziehbares und schon bald funktionierendes Geschäftsmodell hat und über die größten Steigerungsraten verfügt. Wie Google eigentlich spät gestartet bietet Facebook heute durch die offenen Schnittstellen, das Grundkonzept und die große Verbreitung das ideale Portal für alle die nicht in PageImpressions, sondern in Unique Usern denken. Egal wer Zielgruppen adressieren will, er kann sie einfach und bequem auf Facebook erreichen - inkl. dem wichtigen Branding, also der Möglichkeit ein Foto mit dem Firmenlogo oder Produkt abzubilden. Nach SEO kommt Facebook Optimization - also die computergesteuerte Erstellung von Anzeigen, die genau zu Zielgruppen passen. Nicht mehr Worte, die jemand sucht sind wichtig, sondern wer er oder sie ist. Werbung die nicht mehr nervt, sondern mich anspricht, ohne als störend empfunden zu werden.

Wie Google kann Facebook sich ganz in Ruhe entwickeln und seine Modell optimieren. Wer in Zukunft seine Zielgruppe erreichen will und keine Lust mehr hat, gigantische Summen in das Gießkannenprinzip TV oder Print zu stecken, hat mit Facebook eine Plattform, genau die Menschen zu adressieren, die von Interesse sind.

Doch auch die Plattform an sich, also ohne die kostenpflichtige Werbemöglichkeit bietet zahlreiche Möglichkeiten in einer stark vernetzten viralen Welt mitzuspielen. Der Facebook Stream, also die Neuigkeiten aus der Community war lange Zeit als inhaltsleer verschrieen. Jetzt zeigt sich seine Stärke: Immer mehr Dienste und Firmen schließen ihre Applikation an Facebook an und wer will kann dann in seinem Profil auch seine Aktivitäten in anderen Systemen anzeigen lassen - und so seine Freunde informieren. Die viel zitierte Viralität hat so eine ausgezeichnete Plattform. Ein Paradies für Marken, die etwas zu sagen haben, interessant sind oder unterhalten.

Facebook wird in den nächsten Jahren zur zentralen Plattform für Beziehungen und die damit einhergehenden Empfehlungen, die bekanntermaßen eine der wichtigsten Quellen für Kaufentscheidungen darstellt. Händler werden die Macht der spitzen Adressierung lieben lernen und enormen Traffic über Facebook generieren.

Die Medien und Verlage werden zunächst erschreckt feststellen, das wohl eine einzige generelle Community ausreichend ist, wenn dort alles was man in den Weiten des Web 2.0 so macht aggregiert zusammen kommt. Doch nach dem Schreck folgt die Erkenntnis: Auch ein Medienunternehmen kann Facebook für sich nutzen, in dem es Teaserinhalte anbietet und seine Community mit der Mutter aller Socialnetworks verknüpft. Schon heute sind die Technologien wie Facebook Connect dafür vorhanden. Es gibt also einiges zu tun im Bereich der inhaltlich getriebenen Communities - angeschlossen an Facebook sind sie weiterhin eine wichtige strategische Komponente für Verlage.

Facebook ist gerade dabei den sich konsolidierenden Markt zu "übernehmen" und wird mit seiner rasant wachsenden Reichweite die zweite Säule eines gut durchdachten Geschäftsmodells - als Nummer zwei nach Google.

06. Februar 09

Warum guter Journalismus Geld kosten sollte

Heute lesen wir, dass die NY Times mal wieder überlegt, auch im Internet Geld für Ihre Arbeit - sehr guten Journalismus - zu verlangen. Sie will möglicherweise nur den Abonnenten den vollen Zugang zur Website ermöglichen. Wie viele andere Tageszeitungen hat die NYT schon einiges probieret. Erst vor ca. zwei Jahren hat sie die Pay per View Optionen abgeschafft und alle Inhalte freigegeben.

Jeder Erwerbstätige wird verstehen, dass man für professionelle Arbeit Geld verlangen muss, daran hat auch das Web nicht geändert. Das fast alle Geschäftsmodelle hier auf Werbeeinblendungen basieren heißt nicht, dass es der einzige Weg ist. Mutig wäre der Schritt und vielleicht auch fatal, weil noch zu früh. Vielleicht sendet New York aber das lang ersehnte Signal und setzt Maßstäbe als wichtigste Zeitung der Welt und bereitet damit den Weg für viele andere.

Sicherlich geht es im Netz nicht ohne Werbung. Aber wie auch im Print-Geschäft viele Jahre die Koexistenz der beiden Modelle für satte Gewinne gesorgt hat, sollte man sich im Web überlegen, ob man die Inhalte alle einfach preis gibt. Dabei spielt auch Google eine große Rolle, wo die teuer produzierten Inhalte einfach genutzt - und vermarktet werden - ohne etwas dafür zu bezahlen. Gut, Google bringt einen Teil des Traffics, aber wohin das auf lange Sicht führt, sehen wir schon heute: viele Verlage müssen sich Fragen lassen, ob Ihre Strategie mit Google "das schnelle Geld zu machen" ein Geschäftsmodell ist, oder ob nicht vielmehr die von Konsumenten nachgefragte

Vielleicht ist das alte Modell (Anzeigen und Abo) auch das neue?

Jedenfalls bleibt es spannend was in New York passiert.

08. November 08

Obamas Wahlkampf und das Web 2.0

Jetzt hat der Fotograf des "president-elected" die Bilder des Wahlabends auf Flickr geladen. Die Bilder zeigen den Wahlkämpfer mit seiner Familie und Helfern. Sehr persönliche Fotos, die nicht gestellt wirken. Ebenso hat er chance.gov gelauncht - eine große Mitmachseite, eine Plattform für Politik und Dialog. Während man auf den Konferenzen dieses Herbstes bei fast allen Vortragenden ein Chart zum Thema "Web 2.0 und Obama" bewundern kann, zeigt sich, dass mit dem Einzug Obamas ins Weiße Haus auch das Internet einen anderen Level erreicht hat. Seit dem 4.11 ist es endgültig ein Massenmedium, auch wenn es vorher schon von den Massen genutzt wurde. Viele haben es genutzt, weil es alle tun, haben sich auf den Portalen wie t-online verloren und waren einfach nur dabei statt mittendrin. Einige wenige - vor allem in Deutschland - bloggen und noch weniger Privatpersonen nutzen die ganzen Möglichkeiten der neuen Kommunikation. Auch wenn es schon vor diesem Wahlkampf Erfolge gab und Parteien wie die SPD mit Hilfe internet-berühmter Werbetexter eine Commmunity wagen - es fühlt sich alles eher passiv an. Und das liegt nicht nur daran, dass die Website von Obama gut gestaltet ist. Es ist nicht nur auf der rationalen Ebene etwas Neues, was seine Leute entwickelt haben, sondern es ist die klare Art, wie er zum Beispiel seine fünf Hauptthemen auf change.gov präsentiert:


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Unprätentiös, professionell und mit den richtigen Worten. Es regt an mitzumachen. Was klar wird ist, dass man in Zukunft nicht mehr ohne das Netz kann. Ohne die Mobilisierungkraft, Kommunikationskraft und den Dialog, den es ermöglicht. Wann werden wir in Europa das Gefühl haben so eng mit der politischen Klasse verbunden zu sein? Die Kampagne von Obama zeigt, dass man die Kanäle sinnvoll nutzen kann für ein Produkt, dass bis vor kurzem gerade in den USA unverkäuflich schien: Politik. Doch wo Kommunikation offen ist, mitmachen bewirken und den Dialog in den Vordergrund stellen will, muss eine zentrale Idee oder Emotion da sein. Es braucht einen Inhalt, damit das Internet funktioniert. Als Selbstzweck ist es ungeeignet, weil dieser sofort entlarvt wird. Einfach mal eine Community machen und sich austauschen ist nicht; gibt es schon. Um eine wirklich innovative Idee zu verbreiten, kann man die Offenheit nutzen. Wenn man nichts zu sagen hat, bleibt man besser bei Funk- und Fernsehen.

21. Oktober 08

Content is King

1999 hat die Verlagsgruppe Milchstraße gezeigt, dass man mit neuen Content-Formaten sehr erfolgreich sein kann - Content war King. Auch viele andere Vorreiter wie spiegel.de haben gezeigt, mit Qualität kann man Nutzer gewinnen, binden und wie es heute so schön heißt monetarisieren. Google hat seit 2002 mit fremdem Content das Wachstum schlechthin hingelegt - aber auch hier wird klar, es ist der Content, stupid!

Als die Nutzer dann auf einmal anfingen Content zu produzieren und man das folgerichtig bis heute "User generated Content" nannte, waren es wieder die Inhalte, die zählten und zählen. Und dann kommt Facebook und baut eine Community in der es irgendwie ohne "richtigen" Content geht: "Klaus ist jetzt mit Peter befreundet" oder "Marie hat das Spiel: wie ähnlich bist Du den Stars gespielt" sind die Benachrichtigungen in Facebooks-News-Stream, der es so erfolgreich macht. Man könnte denken - es geht auch ohne, aber sieht man sich das Ganze genauer an wird klar: es ist eben dieser Inhalt, der es für Millionen User interessant macht, bei Facebook ein Konto zu haben.

Doch was machen die vertikalen Communities? Was machen die Verlage, die Ratgeber, Kochbücher oder Gesetzestextes verbreiten? Brauchen Marken Communities? Nutzt es einem Handelsunternehmen, seine Produkte bewerten zu lassen? Brauchen Tageszeitungen Bürgerjournalisten?

Die Frage ist also: Ist Content in Zeiten des Social Web immer noch King?

Ich denke ja. Wenn man sich den Content genau ansieht.

Nachdem die großen Social Web Plattformen sich etablieren, wollen immer mehr Firmen und Institutionen näher an ihre Kunden, Mitglieder, Mitarbeiter oder Leser rücken. Begeben sich in einen Dialog und wagen neue, digitale Geschäftsmodelle. Doch was die Erfolgreichen von den Erfolglosen unterscheidet ist die Frage, ob sie in den digitalen Kanälen qualitativ hochwertigen Content zu bieten haben. Denn das ist die erste Attraktion und überhaupt ein Grund, sich ein Angebot im Web anzusehen. Zum Beispiel sind die hochwertige Kochrezepte auf www.kuechengoetter.de der Ausgangspunkt für alle Social Web Aktivitäten und nicht umgekehrt. Im Unterschied zu anderen - reinen User generated Content Plattformen - bietet www.kuechengoetter.de eben tausende Rezepte, die von Profis getestet, also wirklich gekocht wurden. Sie sind der Kern des Angebotes - ein Mehrwert an sich.

Dann kommt das Social Web. Mitmachen, partizipieren, eigene Erfahrungen in den Kontext von professionell recherchierten Markeninhalten stellen. Nutzerkommentare und Bewertungen sind konkrete und authentische Wegweiser und ergänzen den Verlagscontent. Oder die Markenwebsite. Oder die Produktinformationen.

02. Oktober 08

Weinfreunde aufgepasst

Ein Auszug aus der Pressemitteilung:

Mit der 1692 gegründeten Firma Ludwig von Kapff setzt eines der ältesten Weinhandelshäuser Deutschlands auf die eCommerce-Kompetenz der artundweise GmbH. Der Weinimporteur ist bereits im Versandhandel tätig und bietet in seinem Weinlager am Europahafen in Bremen mehr als 600 Weine aus aller Welt, edle Schaumweine, exquisite Champagner und hochwertige Spirituosen an. artundweise entwickelt jetzt eine moderne eCommerce-Plattform für das Traditionsunternehmen.

Eine klare Nutzerführung und ein strukturierter wie transparenter Bestellprozess, bei dem das Produkt im Mittelpunkt steht, sollen Besuchern des neuen Shops vor allem die einfache Handhabung ermöglichen. „Dabei darf der Weg zur Kasse kein Hindernis sein, sondern muss intuitiv ablaufen“, so Andrea Vöge. Zudem soll die Kommunikation zwischen Nutzern und Unternehmen durch interaktive Bewertungs- und Kommentarfunktionen nachhaltig optimiert werden. Kunden soll dadurch Gelegenheit gegeben werden, sich einzubringen. Das Weinhandelshaus soll so in die Lage versetzt werden, über den verstärkten Dialog die Kundenbindung zu stärken.

artundweise hat sich im Pitch gegen insgesamt 5 Mitbewerber durchgesetzt. Die mit dem BVDW-Qualitätszertifikat für Full-Service-Agenturen ausgezeichnete Bremer Agentur kann nun ein weiteres Mal ihre eCommerce-Kompetenz unter Beweis stellen. In diesem Jahr hat die bereits 1991 gegründete Agentur für die Umsetzung der Kochcommunity von Gräfe & Unzer, Küchengötter.de, eine Nominierung für den Deutschen Multimedia Award erhalten. artundweise gehört damit, wie auch der Weinhändler Ludwig von Kapff, zu den traditionsreichsten ihrer Zunft.

19. September 08

Finanzkrisen vs. echte Wertschöpfung

Lies man dieser Tage die Magazine und Tageszeitungen, sieht man fern oder hört Radio kommt man an der Finanzkrise nicht vorbei. Obwohl von "Panik", "historischen Verlusten" und einer unglaublichen Pleitewelle die Rede ist, habe ich das Gefühl, das mich das alles nichts angeht.

Anfang dieses Jahrzehnts galt es als ausgesprochen dumm, keine Aktien zu haben. Ich gebe zu ich hatte auch ein paar, die ich schließlich Mitte 2000 verkaufte - eher aus der naiven Denkweise heraus: "Alles Teufelzeug, keine Wertschöpfung, riesige Gewinne, das kann nicht gutgehen".

Und siehe da, alles brach am Neuen Markt zusammen, Peter Kabel flüchtete spektakulär mit dem Geld der kleinen Leute und bis heute hört man darüber haarsträubende Geschichten. Damit hatte es sich für mich. Sicher - manchmal war ich schon neidisch auf Freunde, die zur rechten Zeit Apple Aktien kauften und theoretisch das dreifach einfahren konnten. Außerdem stellte ich mir abends bei einem Glas Rotwein immer wieder vor, wie es wohl gewesen wäre, Google Aktien zum Ausgabekurs in großer Menge gekauft zu haben.

Jetzt lese ich verunsichert von so riesigen Zahlen, die gerade "verloren" gehen oder die man braucht, um die ganze Sache am Leben zu halten, das ich mich Frage, ob nicht mal jetzt jemand was merkt und das ganze System von Grund auf neu konzipiert.

Wenn das Pferd auf dem Du reitest tot ist, dann steig ab, sagt ein schlauer Mensch. Ich weiß, es gibt kaum Organisationen (Staaten?), die das ganze System noch durch schauen geschweige kontrollieren. Aber wenn sich, wie Helmut Schmidt in der letzen Zeit fordert, einfach mal ein paar Leute mit Macht und Ideen zusammen setzen und eine Konzept ersinnen würden - dann gäbe es etwas FÜR oder GEGEN das man sein kann.

Ich hoffe natürlich, dass diese virtuellen Institutionen nicht zu stark auf die reale Wirtschaft abfärben, die in den letzten Jahren nun wirklich eine erhebliche Modernisierung erfahren hat und eigentlich ganz gut aufgestellt ist. Ich weiß natürlich, dass Hochfinanz und Niedriglohn, Kredite und Wachstum und so weiter miteinander verbunden sind. Ich weiß, dass das eine nicht mehr ohne das andere kann - aber vielleicht liegt darin auch die Chance: Warum versuchen wir nicht, die echte Arbeit, die echte Wertschöpfung von der Spekulation weitestgehend zu trennen. Dafür gibt es gerade sicherlich politische Mehrheiten.

19. Juni 08

DMMK und DMMA

Ein Projekt von uns - küchengötter.de - war auf der Shortlist des Deutschen Multimedia Awards - und hat gegen ein Fussballportal verloren. Das Portal mit dem unaussprechlichen Namen coojooxi.com ist zwar technisch und gestalterisch nicht besonders neu, hat es aber verdient mit dem Rückenwind eines Preise für selbstbestimmte Fussball-Karrieren, abseits des DFB zu sorgen. Daher auch von dieser Stelle: Herzlichen Glückwunsch zum Preis.

Es kommt selten vor, dass Agenturen sich gegenseitig loben, aber die Idee von JvM, Neckar, in E-Bay ein paar Anzeigen untereinander mit Bild zu buchen und diese dann so anzuordnen, dass ein zeilenweise unterbrochener Banner daraus wird, ist genial. Ich finde das Ding muss einfach alle Preise seiner Kategorie bekommen, allein weil die Idee von den sparsamen Schwaben komm, die damit für ihren Kunden ja auch noch Geld sparen.

Das eine Buchungsstrecke (Germanwings.com) einen Preis bekommen kann, hätte ich vor ein paar Jahren nicht gedacht, dass es nun soweit ist, freut mich um so mehr. Wie viele Menschen verzweifeln täglich an den "Buchungsstrecken" der hiesigen Tourismusanbieter.

Die Preisverleihung des DMMA war ganz OK, wenn gleich man sich nicht vorstellen konnte, wie die nominierten denn genau aussehen und was deren gute Idee war. So blieb die Auswahl der Jury ein wenig im Dunkeln.

Alles in allem war das Highlight der Veranstaltung sicherlich Herr Weinberger, der zwar nicht wirklich was neues sagte, aber immerhin seine Thesen in eine sehr gute Präsentation verpackte. Seine Definition von Information, als kontrollierbare in Datenbanken speicherbare Einheiten versus der kontextbringenden Verlinkung des Web ist präzise. Der Aussage, dass Web als größtes Projekt der Menschheit hätte niemals mit einer klassischen (und businessmäßigen) Kontrollstruktur realisiert werden, kann man nur zustimmen.

13. Juni 08

Peer Pressure

Heute habe ich zum ersten Mal das Wort "Peer Pressure" von einem 23 jährigen gehört, der es nicht als Buzzwort verwendete (zumindest machte er nicht den Eindruck), sondern weil er das so meinte. "Peer Pressure" ist der soziale Druck, der entsteht, wenn die einen was machen und der einzelne es dann auch tut, um nicht im Abseits zu stehen.

Scheinbar sorgt gerade "Peer Pressure" dafür, das sich Communities entwickeln - oder auch nicht. Wenn nur genug Leute in meinem Umfeld in einem sozialen Netzwerk sind, werde ich irgendwann auch dabei sein wollen, um nichts zu verpassen. Das Wort "Pressure" hört sich für mich jedoch noch stärker an, als das deutsche Wort "Druck", der einfach auch entweichen könnte. "Pressure" steht fast für einen Zwang, dem man sich nicht entziehen kann.

Ist vermutlich alles eine Frage des Alters: ein 16jähriger wird eher "Pressure" verspüren, wenn alle ein lustiges Video auf Youtube kennen und er nicht; ein 35jähriger kann diesem Druck möglicherweise ganz entspannt begegnen.

Meine Peer Group sieht mich in der Regel komisch an, wenn ich Twitter sage, also ist der Druck nicht so hoch.

11. Juni 08

Twitter und "Sozialgeräusche"

Direkt mal verlinkt:

Der Text von @saschalobo "Von der Sucht, sich ins Netz zu stellen" ist so was wie die in sehr schicke Worte geformte Suchtbekenntnis eines Hauptsüchtigen. Sehr schön zu lesen und irgendwie auch krank - dieses Twitter, von dem man jetzt so viel hört.

Identity und Lizenzen für User-Generated-Content

Auf dem Barcamp zum Thema Identität (im Netz, nicht die Frage nach dem Sinn des Lebens) letztes Wochenende wurde eine Sache immer wieder besprochen: Brauchen wir eine bottom-up Lösung, um auf der einen Seite so was wie eine zentrale user-generated-content Datenhaltung zu ermöglichen oder lassen wir das einfach Facebook, Google oder sonst jemanden übernehmen? Muss man OpenID aufbohren und darüber auch die Freundeslisten (früher war das ein Adressbuch) und anderen Daten zu pflegen? Wie viel weiß ein Dienst über einen User, wenn er dort nicht nur ein Social Network, sondern alle organisiert? Und soll der das?

Ich glaube, wie schon vorher geschrieben, dass solche Features nur für Poweruser wichtig sind und kaum für "normale" Menschen, die in StudiVZ, MySpace und Facebook unterwegs sind. Natürlich hätte ich gerne mehr als meinen Passwort-Manager, um die ganzen Konten, die ich auf den verschiedenen Plattform in den letzten Jahren angesammelt habe auch mit Content zu füllen. Gerne würde ich an einer Stelle ein Bild uploaden, um es dann in die verschiedenen Systeme zu pushen. Aber im Ernst, das ist doch eher eine Art Web 2.0 Krankheit, denn ein wirklicher Massenbedarf.

Viel spannender fand ich die Idee, daß User ihren Inhalten eine Lizenz geben, in der entweder nur rechtlich oder auch technisch geregelt wird, wie eine Social-Network-Plattform damit umzugehen hat: zum Beispiel könnte man auf StudiVZ per Default die Lizenz so konfigurieren, dass die ganzen Partyfotos ein Haltbarkeitsdatum von 12 Monaten haben und dann restlos gelöscht werden (müssen). Oder man stellt einen Blogbeitrag auf MySpace unter eine Creativ Common Lizenz etc.

Schon klar, es geht um die Zukunft und viele Dinge müssen passieren, damit das klappt.

Technisch gesehen würde ein User-Generated-Content Format (.UGC) total viel Sinn machen. Wie bei MP3 Dateien, könnten Metadaten abgespeichert und so die jeweiligen Lizenzen und Rechte hinterlegt werden. Natürlich will sich ein "normaler" User um all das nicht kümmern und würde darauf vertrauen müssen, dass die Default Einstellungen schon in seinem Sinne sind.

Identität war bis hier her auch schon ein durchaus kompliziertes Unterfangen, doch mit dem sich ausbreitenden Social Networks wird es um mehrere Dimensionen schwieriger. Mal sehen was da noch geht.

04. Juni 08

Über digitale Identitäten!

Wer bin ich? Wer will ich sein?

Diese Fragen beschäftigen Menschen seit Jahrhunderten. Heute können diese Fragen von vierzehnjährigen in ein paar Klicks beantwortet werden - freilich ohne abschließend im Sinne einer Sinn- oder Selbstsuche. Sie machen sich Konten auf üblichen und unüblichen Social Networks oder neudeutsch Communities und schaffen sich ihr Alterego im Netz. Doch während die Techniker noch darüber nachdenken, wie man all die Community Logins zentral verwalten kann, sind die Vierzehnjährigen schon viel weiter. Sie wolle kein "Single Sign On" oder gar eine "Meta Community", in der ihr Content automatisch in das jeweilige Netzwerk distribuiert wird, sagte eine Teilnehmerin einer Fokusgruppe, die wir* jüngst für ein Projekt abgehalten haben, sie habe die 3-5 Konten mit ABSICHT. Den ihr Identitätsmanagement erfordert verschiedenen und nicht mit einander verknüpfte Konten in verschiedenen Netzwerken. So nutzt sie SchülerVZ eher für die Pflege der veritablen, echten Kontakte, die man jeden Tag in der Schule trifft. Dort heißt sie auch so, wie sie heißt, sagt sie, denn es ist affig sich hier einen abgefahrenen Namen zuzulegen. Ganz anders sieht es dann schon mit der großen, faszinierenden Identität auf dem amerikanisch geprägten MySpace aus: hier gibt eine künstlerische, Startidentität und es geht vor allem ums posen.

Zeige mir deine verlinkten YouTube Videos auf Myspace, bebo oder anderen Netzwerken und ich sage dir wer Du bist. Welche Freunde dich adden (mit sich verknüpfen) sagt mehr als jedes Lieblingslied. Gerade die Menge an Anerkennung, die über die Freunde-Funktionen der Netzwerke gezählt wird, sagt eine Menge über die Popularität des Users aus. Denn so wie im echten Leben bedeutet eine große Menge von Abonnenten ein große potentielle Aufmerksamkeit für was auch immer. Die Tatsache an sich ist relevant, womit die Aufmerksamkeit genutzt wird, erscheint erst auf den zweiten Blick wichtig. Soziale Anerkennung oder Respekt sind zählbar geworden.

Doch es sind nicht zwei Identitäten, die junge Menschen heute pflegen, sondern viel mehr. Angefangen bei Chat Avataren, über kreative Nicknames für Webtools bis hin zum individuellem Styling des Blogs oder des Social Network Kontos, digitale Identität hat heute viele Facetten und seine eigene Sprache. Ein Zwölfjähriger publiziert regelmäßig auf seinem Blog die Abkürzung, die man in World of Warcraft benutzt - ein Service für Newbies (Neue), die sich sonst nur schwer im spieleigenen Chat unterhalten könnten, die diesen Blog rege nutzen, da sie in Google die entsprechenden Abkürzungen und Worte eintippen und recht schnell auf den Blog stoßen. Identität ist hat einen fragmentierten Code, den zu beherrschen die erste und wichtigste Vorraussetzung für das erfolgreiche eigene Identity Management ist.

So herrschen in fast allen digitalen Gemeinschaften eigene Regeln, ob im guten alten Forum, oder in der neuesten Kochcommunity. Die Regeln oder die jeweilige Kultur zu erkennen, und sich danach zu verhalten, sich innerhalb digitalen Mircosysteme zu positionieren und seine Identität zu kreieren erfordert neue Kulturtechniken, die nichts mehr mit dem verstaubten Begriff Medienkompetenz zu tun haben. Studienobjekt war hier für einige Zeit Twitter. Viele Menschen "zwitschern" täglich mehrmals, das heißt sie schreiben ihren aktuellen Status in ein einfaches System. Deren Freunde lesen es dann und sind verbunden. So schreiben heute ehemalige Starblogger mehr in twitter, als in irgendein anderes allgemein verfügbares Medium. Für manche hat twitter den langsameren Blog schon abgelöst. Und nicht alles ist sinnfrei auf twitter. So werden dort durchaus Dialoge geführt und am Ende sieht man, es ist nichts anderes, als ein großer Chatraum.

Doch etwas ist anders, denn wie und was getwittert wird ist Teil der Identität des Absenders. Es gibt lustige oder intime Schreiber, es gibt Anthropologen und die Wortkünstler - alle schaffen sich hier eine Identität und die permanente Verbindung mit den Freunden.

Oft genug haben wir uns gefragt, wer die ganzen Communities denn mit Content füllen soll, wenn denn erst einmal alle da sind. Doch die Antwort scheint auf der Hand zu liegen. Diesmal wird kein Google mit einer technisch ausgereifteren Lösung den Markt der Netzwerke irgendwann bereinigen, sondern die Bereitschaft mehrere Identitäten zu pflegen wird dazu führen, dass es zahlose Spezialnetzwerke schaffen können genug User zu finden, deren Aufmerksamkeit sie dann verkaufen können.

(Diese und vielen andere Sichtweisen werden auf dem Identity Camp am 7.+8.6. in Bremen an der HFK diskutiert)

30. April 08

Portishead - Third

Es ist so: man kennt den Sound aus den 90zigern, man hat ihn geliebt, man wollte in dieser Stimme verschwinden, der Bass, das Kratzen der Platte. Portishead war ein Bestandteil des Lebens. Autofahren bei "Sour Times", Einschlafen bei "Humming" oder einfach nur dasitzen bei "Wandering Star".

Lange nichts gehört und heute ist der große Tag, an dem ich die CD (!) in einem echten Geschäft (!) gekauft habe, um sie wieder zu hören. Und es ist so, als ob es diese Platte schon immer gegeben hat, in unseren Köpfen, als ob sie nur noch in den Laden gestellt werden musst, aber im kollektiven Unterbewusstsein schon vorhanden und eingespielt war.

Third ist anders und doch gleich, Third ist neu und ganz alt, Third ist überraschend und trotzdem kann man ihr vertrauen.

(das musste jetzt mal gesagt werden)

18. Februar 08

Obama for (design) President

Irene hat einen interessanten und wie ich finde guten Artikel über die Unterschiede im Design von Obamas und Clintons Website geschrieben.

Obama's site on the other hand literally feels like a breath of fresh air. A simple, elegant and consistent color palette. A nice quiet grid with consistent open padding, with all the tools and options off to the right (obviously a cue taken from blogs). It's soothing, it's clean, it's modern, it's pretty much everything he's trying to make you feel through his campaign.


Hier ist der ganze Artikel.

24. Januar 08

OmniFocus - das Beste aus zwei Welten?

Mit dem neuen Produkt der Omnigroup - OmniFocus, ist ein Todo-Manager auf den Markt gekommen, der aus meiner Sicht das Zeug hat, ein großes Thema in eine neue Ära zu bringen: persönliches Aufgabenmanagement. Egal warum man den ganzen Tag vor dem Rechner sitzt (in diesem Fall ein Mac, weil die Omnigroup mac-only entwickelt), man hat es mit zahlreichen Aufgaben zu tun. Diese lassen sich schon lange nicht mehr in Projektplanern speichern und organisieren, weil vieles parallel und iterativ verläuft. Auf der anderen Seite hat man Ideen, eigene Pläne und muss bestimmte Dinge schaffen. All das in einem System zu verarbeiten, war bisher nahezu unmöglich.

Vertrat man die Ansicht, dass David Allan recht hat, hat man versucht nach der "Getting Things Done" Methode zu arbeiten. Dort fehlte jedoch meist die gute alte Wiedervorlage. Andere Planer hatte die Wiedervorlage vorzüglich gelöst, aber eben keine "next actions". Und dann das leidige Thema Synchronisierung.

OmniFocus ist aus und mit Hilfe des Entwicklers einer Erweiterung für OmniOutliner entstanden. Man hat es aus meiner Sicht geschafft, die Vorteile der verschiedensten Ansätze in einem Tool zu vereinen und liefert ein wirklich nutzbares Tool.

Check it out!

06. Januar 08

iPhone

Braucht das jemand? Ja, DAS braucht man. Ich weiß um die ganzen kritischen Töne, wie Vertragsbindung, kein UMTS usw. Aber darum geht es nicht. Das iPhone ist kein Telefon, auch wenn man telefonieren kann, sondern das erste tragbare Gerät, dass einfach funktioniert. Es ist alltagstauglich. Es unterstützt einen, es "weiß" was ich will und bietet mir die entsprechenden Funktionen. Jede Funktion für sich betrachtet erscheint schon bekannt. Musik hören kann man mit einem iPod, ins Netz kann man mit einem MacBook oder eben telefonieren mit einem Nokia. Der Trick ist die Integration. Die Musik fadet leicht aus wenn es klingelt und ein klick auf das unscheinbare Etwas am Kopfhörer hebt man ab und telefoniert. Dann legt man ebenso wieder auf. Wenn man dann merkt, dass das Lied jetzt nicht mehr so toll kommt und klickt zweimal, skipt man damit zum nächsten Song. Vollendet.

Die Sync Funktionen suchen ihresgleichen. Alles ist so, wie man es braucht. Hier ein Termin eingetragen, dort taucht er auf, mit .MAC von Apple sogar auf allen Rechnern die angeschlossen sind. Ohne Aufwand, einfach.

Natürlich ist Coverflow und die Möglichkeit in Bildern mit dem Finger zu blättern Eye-Candy. Aber es ist einfach und elegant und es nervt nicht.

Das musste mal gesagt werden.

12. Dezember 07

Küchengötter

Es ist vollbracht: Seit dem 1.12 ist das neue Portal von GU online - die Küchengötter sind gelandet. Was es dort gibt: nicht weniger, als die besten Rezepte im Internet, denn der Verlag hat die Archive geöffnet und das Beste vom Besten ins Netz gestellt. Mit tollen Fotos und allen Details. Im Volltext durchsuchbar. Wer also mal wieder am Wochenende ein paar Gäste hat und nicht weiß was gekocht werden soll: einfach mal auf der Seite stöbern.

Die Kühlschranksuche kennt man: Kurz nachsehen, was ist vorhanden, eingeben und schon sprudelt es passende Rezepte. Doch was, wenn man schon vorher weiß, dass man zum Beispiel kein Ei mag. Auf den Küchengöttern kann man auch eingeben, was man nicht mag und bekommt dann entsprechend bessere Ergebnisse.

Doch wir wären nicht im ausgehenden 2007, wenn es dazu nicht eine Menge an Community-Funktionen gäbe: Kommentare zu jedem Rezept und Bewertungen, die Möglichkeit, eigene Rezepte hoch zu laden und ein Magazinblog von renommierten Könnern.

Die Küchengötter werden nun Stück für Stück neue Funktionen freischalten und das Feedback der User einarbeiten, um zur besten Kochseite im Netz zu werden.