Wunder gibt es immer wieder

by Dirk Beckmann. Average Reading Time: about a minute.

Das Wunder heisst Björk. Besser gesagt ihre neue App auf dem iPad. So etwas hat es vorher noch nicht gegeben. Ein Kunstwerk, das die Natur, die Musik und die Technologie zusammen bringen soll. Musik, als finaler Ausdruck der Emotionen des Menschen. Kreativ mit Technik, die vollständig im Hintergrund verschwindet. Was die avangardistische Design- und Kunsttruppe Tomato aus London Ende der Neunziger mit CD-ROMs, Grafiken und Musik veranstaltet hat war beeindruckend. Schließlich hat aus diesem Umfeld auch die Musik von Underworld seine Inspirationen geschöpft.

Was aber Björk und ihr Team in dieser Tradition mit der App auf die Beine gestellt haben geht weit darüber hinaus. Die Musik wird buchstäblich haptisch. Typografisch und gestalterisch stilbildend, im Bereich der Animationen und  grafischen Musikpräsentation ungesehen bis heute. Björk webt ein dichtes Netz ihrer typischen Tonfolgen, ihrer Stimme und macht all das interaktiv ohne auf platte Effekte zu setzen. Vielmehr erkundet man ihr Universium aus fremdartigen Sternzeichen, navigiert in einem 3D Raum als ob es Fingerfarbe wäre mit der man neuerdings auch Musik macht. Man ist Hörer, DJ, und ganz dicht an BJörks musikalischem Genius, wenn man mit den Fingern tiefer in die Galaxie vordringt und von Musik und Geräuschen unheimlich umgeben ist.

Es ist wahrlich ein Abenteur diese App zu starten, eine Perle, für die man sich Zeit nimmt, die man wieder bewusst hört, wie früher die LPs.

Dieses Album ist das erste Album seiner Art. Es zeigt eindrucksvoll, wie man mit Musik und Kreativität Geld verdienen kann. Jeder, der ein iPad hat, wird es kaufen und lieben. Man bekommt die Basis gratis und kauft dann die einzelnen Songs, die nun nach und nach erscheinen.

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