Warum guter Journalismus Geld kosten sollte

by Dirk Beckmann. Average Reading Time: about a minute.

Heute lesen wir, dass die NY Times mal wieder überlegt, auch im Internet Geld für Ihre Arbeit – sehr guten Journalismus – zu verlangen. Sie will möglicherweise nur den Abonnenten den vollen Zugang zur Website ermöglichen. Wie viele andere Tageszeitungen hat die NYT schon einiges probieret. Erst vor ca. zwei Jahren hat sie die Pay per View Optionen abgeschafft und alle Inhalte freigegeben.

Jeder Erwerbstätige wird verstehen, dass man für professionelle Arbeit Geld verlangen muss, daran hat auch das Web nicht geändert. Das fast alle Geschäftsmodelle hier auf Werbeeinblendungen basieren heißt nicht, dass es der einzige Weg ist. Mutig wäre der Schritt und vielleicht auch fatal, weil noch zu früh. Vielleicht sendet New York aber das lang ersehnte Signal und setzt Maßstäbe als wichtigste Zeitung der Welt und bereitet damit den Weg für viele andere.

Sicherlich geht es im Netz nicht ohne Werbung. Aber wie auch im Print-Geschäft viele Jahre die Koexistenz der beiden Modelle für satte Gewinne gesorgt hat, sollte man sich im Web überlegen, ob man die Inhalte alle einfach preis gibt. Dabei spielt auch Google eine große Rolle, wo die teuer produzierten Inhalte einfach genutzt – und vermarktet werden – ohne etwas dafür zu bezahlen. Gut, Google bringt einen Teil des Traffics, aber wohin das auf lange Sicht führt, sehen wir schon heute: viele Verlage müssen sich Fragen lassen, ob Ihre Strategie mit Google “das schnelle Geld zu machen” ein Geschäftsmodell ist, oder ob nicht vielmehr die von Konsumenten nachgefragte

Vielleicht ist das alte Modell (Anzeigen und Abo) auch das neue?

Jedenfalls bleibt es spannend was in New York passiert.

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