Content is King

by Dirk Beckmann. Average Reading Time: about 2 minutes.

1999 hat die Verlagsgruppe Milchstraße gezeigt, dass man mit neuen Content-Formaten sehr erfolgreich sein kann – Content war King. Auch viele andere Vorreiter wie spiegel.de haben gezeigt, mit Qualität kann man Nutzer gewinnen, binden und wie es heute so schön heißt monetarisieren. Google hat seit 2002 mit fremdem Content das Wachstum schlechthin hingelegt – aber auch hier wird klar, es ist der Content, stupid!

Als die Nutzer dann auf einmal anfingen Content zu produzieren und man das folgerichtig bis heute “User generated Content” nannte, waren es wieder die Inhalte, die zählten und zählen. Und dann kommt Facebook und baut eine Community in der es irgendwie ohne “richtigen” Content geht: “Klaus ist jetzt mit Peter befreundet” oder “Marie hat das Spiel: wie ähnlich bist Du den Stars gespielt” sind die Benachrichtigungen in Facebooks-News-Stream, der es so erfolgreich macht. Man könnte denken – es geht auch ohne, aber sieht man sich das Ganze genauer an wird klar: es ist eben dieser Inhalt, der es für Millionen User interessant macht, bei Facebook ein Konto zu haben.

Doch was machen die vertikalen Communities? Was machen die Verlage, die Ratgeber, Kochbücher oder Gesetzestextes verbreiten? Brauchen Marken Communities? Nutzt es einem Handelsunternehmen, seine Produkte bewerten zu lassen? Brauchen Tageszeitungen Bürgerjournalisten?

Die Frage ist also: Ist Content in Zeiten des Social Web immer noch King?

Ich denke ja. Wenn man sich den Content genau ansieht.

Nachdem die großen Social Web Plattformen sich etablieren, wollen immer mehr Firmen und Institutionen näher an ihre Kunden, Mitglieder, Mitarbeiter oder Leser rücken. Begeben sich in einen Dialog und wagen neue, digitale Geschäftsmodelle. Doch was die Erfolgreichen von den Erfolglosen unterscheidet ist die Frage, ob sie in den digitalen Kanälen qualitativ hochwertigen Content zu bieten haben. Denn das ist die erste Attraktion und überhaupt ein Grund, sich ein Angebot im Web anzusehen. Zum Beispiel sind die hochwertige Kochrezepte auf www.kuechengoetter.de der Ausgangspunkt für alle Social Web Aktivitäten und nicht umgekehrt. Im Unterschied zu anderen – reinen User generated Content Plattformen – bietet www.kuechengoetter.de eben tausende Rezepte, die von Profis getestet, also wirklich gekocht wurden. Sie sind der Kern des Angebotes – ein Mehrwert an sich.

Dann kommt das Social Web. Mitmachen, partizipieren, eigene Erfahrungen in den Kontext von professionell recherchierten Markeninhalten stellen. Nutzerkommentare und Bewertungen sind konkrete und authentische Wegweiser und ergänzen den Verlagscontent. Oder die Markenwebsite. Oder die Produktinformationen.

4 comments on ‘Content is King’

  1. Bernd Pitz sagt:

    Dem kann ich nur Zustimmen: Content ist und bleibt “King”. Es gibt mittlerweile ja gerade unter den Fcahverlagen einige, die das auch in Zeiten des Web 2.0 sehr gut mit dem Thema Community verknüpfen:
    Der nwb-Verlag mit seiner nwb-Community verknüpft die fachlichen Inhalte mit seiner neuen Steuerberater-Community. Die Berater diskutieren und kommentieren das Steuerrecht.
    Haufe hat sein Social Network Haufe BC (ein Schelm, wer dabei an Xing denkt) jetzt sehr eng mit seinen Printtiteln und zusätzlichem Premium-Content im Web verknüpft, z.B. bei der Acquisa.
    Der Sellier-Verlag hat für Spezialisten im europäischen Privatrecht die Community Law-net.eu geschaffen.

  2. Florian sagt:

    Nicht zu vergessen – “Context is King”

    • Frank sagt:

      Спасибо за пост, подтолкнул капнуть дальше и посмотреть куда народ делся и услышал новое слово Subarbanisierung, теперь понятно почему на окраинах и в деревнях так много домов 70-80 года Также вседа задавля вопросом где же эти 1.700.000 работают и вот такая статистика:2010 waren in Hamburg 1.136.100 Menschen erwerbste4tig, daertnur 125.300 geringffcgig Besche4ftigte. 115.300 der Erwerbste4tigen waren selbstste4ndig und 1.020.800 Arbeitnehmer/innen. 5.400 Menschen sind in der Land- und Forstwirtschaft besche4ftigt, 122.800 im produzierenden Gewerbe, 34.900 im Baugewerbe, 331.500 im Handel, Gastgewerbe und Verkehr, 309.300 in der Finanzierung, Vermietung und Unternehmensdienstleistung und 332.200 bei f6ffentlichen und privaten Dienstleistern.то есть сектор производительности всего примерно 16%, предпринимателей не знаю куда засунуть, но там тоже всего 12%, а остальное шарлатаны и обслуга

  3. Das Thema finde ich selbst wirklich faszinierend obendrein nettes Blog übrigens.

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