euroGel 2006 – eine Zusammenfassung

by Dirk Beckmann. Average Reading Time: about 2 minutes.

Das es eine gute Konferenz werden wir, war zu erwarten, nach den Erfahrung aus New York. Das es in Europa dann doch noch etwas anders läuft und die Kontakte die man knüpft und die Gespräche viel “europäischer” sind, sorgt dafür, dass man einen tieferen Bezug zu allem erhält. Wie Mitch schreibt, hat die Konferenz einfach Spass gemacht und Mark Hurst schafft es für ein sehr inspirierendes Klima zu sorgen. Auch wenn ich finde, dass es nach dem Mittag etwas weniger spannend war, sind die Themen vielfältig gewesen. Nach dem ersten Tag hätte auch gut noch ein weiterer folgen können.

Die meisten Sprecher konnten den Zuhörern eine neue Perspektive geben. Ted mit seinem Roadwitch Projekt war sehr beeindruckend, weil er “einfach” etwas gemacht hat, um die Autos aus seiner Wohnstraße daran zu erinnern, dass dort auch noch (kleine) Menschen leben. Wir haben gelernt, wie man die “dicken, alten Geldsäcke” (Chefs einer Bank) davon überzeugen kann, diese auch für behinderte Menschen zugänglich zu machen und gesehen, was man so alles mit Leitern anstellen kann.

Auf den ersten Blick weiß man nicht, was das alles soll, denn es handelt sich nicht um eine der vielen Web 2.0 Konferenzen, in den man lernt, dass Ajax toll ist und die Firmen jetzt unbedingt alle einen Blog brauchen. Man versteht es nur, wenn man da ist. Die Zusammenstellung der Präsentierenden, die fast alle exzellente Redner waren, die Unaufdringlichkeit der Organisation und die Teilnehmer machen aus einer einfachen Konferenz etwas besonders.

Der Kern ist die Frage danach, wie man es schafft Kunden/Usern/Nutzern (etc.) ein gutes Erlebnis zu verschaffen. Natürlich verfolgen alle unterschiedliche Ziele: man will Kunden zu Stammkunden machen, man will Geld verdienen oder jemanden in seinem Glauben bestärken. Dabei geht es um einen ECHTEN Kern, eine Botschaft, etwas, dass nicht heiße Luft ist und nur ein Versprechen. Bei den meisten Präsentierenden stand hinter ihren Projekten etwas authentisches.

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch die Sprache: während im englischen alles “Experience” genannt wird, gibt es im deutschen (aber auch im dänischen) mindestens zwei Worte für das was man mit “User Experience” meinen kann: Die Erfahrung, die ein Benutzer machen oder das Erlebnis das jemand hat. Mit gefällt das Wort “Erlebnis”.

Mark Hurst und seine Firma creativegood haben in New York nicht nur eine sehr scharfe und klare Positionierung, sondern auch eine gute Methode, um das Erlebnis von Benutzern mit Online-Medien zu verbessern (CEM). Es lohnt sich auf der Seite zu surfen.

Das größte Erlebnis in Kopenhagen für mich war jedoch nicht ein Vortrag, sondenr die Musik von Alison Young.

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