Dropping Knowledge and the Table of free Voices

by Dirk Beckmann. Average Reading Time: almost 2 minutes.

Kurz der Hintergrund: im Internet konnten unter droppingknowledge.org zwei Jahre lang alle Interessierten Fragen stellen, die sie oder die Welt bewegen. Viele Tausende Fragen wurden gesammelt und von Menschen aus aller Welt dann bewertet. Aus diesen Fragen wurden für den 9.9.2006 einhundert ausgewählt und am “größten runden Tisch” der Welt in Berlin Bebelplatz von 112 Menschen beantwortet. Diese teilweise berühmten Menschen kamen extra aus allen Teilen der Welt. Jede Antwort wurde per Video aufgezeichnet und wird auf der Website zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus werden alle Fragen transkribiert und in verschiedene Sprachen übersetzt. Daraus entsteht eine neuartige Suchmaschine, die teilweise vom DFKI mit entwickelt wird.

Der zentrale Event war der s.g. “Table of Free Voices” am 9.9.2006 in Berlin.

Dort trafen die Fragen auf echte Menschen an einem gigantischen Tisch und wurden nach und nach beantwortet. Wim Wenders sagte in einem Interview zwischendurch, dass er nach 20 Fragen gar nicht mehr wisse, was er vorher gesagt hatte und dadurch ziemlich durcheinander sei. Auch wenn sich einige der Befragten durchaus vorbereitet hatten, schien es für viele ungewohnt zu sein zwar öffentlich aber dennoch allein in eine Kamera zu antworten. Dafür gibt es jetzt ein gigantischen Fundus an Antworten, auf die jeder zugreifen kann.

Das Gemurmel der 112 Personen hatte jedoch etwas magisches und da keine Übertragung oder andere lautstarke Medien störten, herrschte an diesem Tag eine besondere Stimmung an diesem geschichtsträchtigen Platz. Passanten hatten jedoch nicht davon, sich die Veranstaltung anzusehen, weil es einfach – außer dem großen Tisch – nicht zu sehen gab. Die Veranstalter hatten darauf verzichtet das live Kamerabild auch allgemein zugänglich zu machen.

Es ist sehr empfehlenswert sich auf der Website den Film anzusehen, der alles zusammen fasst.

Nach der Veranstaltung gab es ein Dinner mit allen Beteiligten in einer alten Posthalle, in der es einen zweiten, größten Tisch der Welt gab, beleuchtet von tausenden von Kerzen. An diesem Tisch saßen dann neben den Antwortenden auch andere Gäste und es wurde leckeres Essen aus aller Welt serviert.

Die Krönung des Tages war (wieder einmal) die Musik: Giora Feidmann spielte auf seiner Klarinette ein eigens für diesen Anlass komponiertes Stück: er verband die Nationalhymnen von Israel, Palestina und Deutschland zu einem in sich geschlossen Stück.

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